Die AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dirk Spaniel dringt auf bundeseinheitliche Regelungen für die Auswertung der PCR-Tests in Laboren. Nicht die Zahl schwerst erkrankter Corona-Patienten bestimme die Lockdown-Politik der Regierung, sondern äußerst fragwürdige Labortests. Längst nicht von jedem positiv Getesteten geht eine Infektionsgefahr aus.

 

Auf Nachfrage von Dirk Spaniel (AfD) haben Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit bestätigt, dass es keine bundeseinheitlichen Regelungen dafür gibt, wie hoch der CT-Wert im PCR-Testverfahren sein darf. Solch eine Regelung für die Labore ist laut Spaniel aber dringend geboten, denn „wenn man nur will, könne man jeden positiv testen, der einmal mit dem Corona-Virus Kontakt hatte“. Der Inzidenzwert könne auf diese Weise künstlich in die Höhe getrieben werden, etwa um die verheerende Lockdown-Politik weiter zu rechtfertigen.

Es ist medizinisch unstrittig, dass ein positiver PCR-Test nichts über eine Erkrankung oder die Infektiösität der getesteten Person aussagt. Auch hundert infizierte, aber klinisch vollkommen gesunde Probanden können ohne Probleme positiv getestet werden, wenn man, salopp gesagt, den PCR-Test nur lang genug schüttelt.

Der PCR-Test (Polymerase Chain Reaction) basiert auf dem CT-Wert (cycle threshold, zu Deutsch: Zyklusschwelle), und der birgt das Problem. Das per Abstrich gewonnene Genmaterial wird einfach ausgedrückt chemisch verdoppelt und analysiert. Reichen wenige Durchgänge beziehungsweise Zyklen, um in der Probe auf Genmaterial des Corona-Virus zu stoßen, ist der CT-Wert gering und die Virenlast der getesteten Person hoch. Aber je weniger Virus-Erbgut das Teststäbchen in das Plastikröhrchen befördert, umso mehr Zyklen sind notwendig, um dieses nachzuweisen. Der CT-Wert des PCR-Tests ist dann sehr hoch.

Der PCR-Test erfasst reihenweise nicht infektiöse Personen

Ein hoher CT-Wert birgt zwei Probleme: Er erfasst symptomfrei infizierte Personen, deren ausgeatmete Aerosolwolken selbst in geschlossenen Räumen eine zu vernachlässigend geringe Virenlast für ihre Mitmenschen bedeuten. Und er ist fehleranfällig, denn von Zyklus zu Zyklus steigt die Fehlerquote für falsch-positive Testergebnisse. Daher müsse für die Arbeit in den Laboren auf bundeseinheitliche Regelungen mit Augenmaß gedrungen werden, so die Forderung aus den Reihen der AfD.

„Wir behandeln Laborwerte, aber keine erkrankten Personen“, fasst Spaniel die derzeitige Corona-Politik zusammen. „Relevant sind nicht die PCR-Tests und die Inzidenzwerte, sondern die Zahl der aktuell schwer Erkrankten und der belegten Intensivbetten.“ Die beispiellose Einschränkung der Grundrechte werde durch eine „groteske Inzidenzwert-Augenwischerei“ gerechtfertigt. „Es sei höchste Zeit hier für klare Verhältnisse zu sorgen, und diese auch zu kommunizieren“, sagte Spaniel.